Zusammenfassung der Unconference

Es sollte anders sein als bislang – kreativer, kommunikativer: Die elfte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und –forschung (DGTF) war als Unconference organisiert. Das Prinzip fußte auf drei Säulen: Vier Keynotes gaben den Rahmen; Kurzvorträge im Pecha-Kucha-Format boten unterhaltsame Einblicke in unterschiedliche Projekte, und in zahlreichen Unconference-Sessions blieb Zeit, um zuvor von den Teilnehmern eingereichte Themen zu besprechen – und die reichten vom Brückenschlag zur Praxis bis zur theoretischen Debatte.

 

Keynotes blicken über Grenzen

Vier Referenten aus drei Ländern berichteten, wie sich Designforschung an ihren Standorten etabliert und wie sie selbst arbeiten: Prof. Dr. Jan Gulliksen vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm, Prof. Dr. Rachel Cooper vom Institute for the Contemporary Arts in Lancaster, Dr. Emma Jefferies, die in England die »Design Doctors« gegründet hat und weltweit unterwegs ist, sowie Prof. Lysianne Léchot-Hirt, Dekanin der Haute École d’Art et de Design Genève (HEAD).

Was hat Design Research zu bieten?

Diese Vorträge waren der Anker eines Treffens, das in zahlreichen »Sessions« Einblick in unterschiedliche Aspekte der Designforschung und ihre Übertragbarkeit auf die Praxis gab. Es ging um Designforschung und Praxis; Methoden und Tools; Forschung und Lehre; letztlich auch um Rahmenbedingungen für Designforschungsaktivitäten. Nicht zuletzt thematisierten die Teilnehmer immer wieder, wie die spezielle Herangehensweise von Designern in unterschiedlichen Kontexten neue Perspektiven erschließen und Arbeitsprozesse verbessern kann.

Promotionen ermöglichen

Im Nachgang zur Tagung trafen sich Gestaltungsstudenten und -absolventen am 19. Oktober zum Kolloquium »Design promoviert«, das mehreren Promovenden Gelegenheit gab, den Stand ihrer Arbeiten mit Kollegen zu diskutieren.

Tagungsbericht_final

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Unconference Programm

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FREITAG 17. OKTOBER

12:00
R e g i s t r i e r u n g

12:30
B e g r ü ß u n g

12:45 — 13:30
KEYNOTE
Prof. Dr. Jan Gulliksen, KTH Royal Institute of Technology Stockholm

13:30 — 14:00
Pecha Kucha 1

14:00 — 14:30
EINFÜHRUNG in die Unconference

14:30 — 15:15
Unconference Session 1

15:15 — 15:45
Unconference Session 2

15:45
K a f f e e P a u s e

16:15 — 16:45
Unconference Session 3

16:45
P a u s e

17:00 — 17:45
KEYNOTE
Prof. Dr. Rachel Cooper, Lancaster Institute for the Contemporary Arts

17:45
Z u s a m m e n f a s s u n g

20:00
D i n n e r – S p e e c h
mit Christof Windgätter und gemeinsames Abendessen in der Hafenhalle
Zum Dinner bitte anmelden, das gemeinsame Abendessen ist nicht im Tagungsticket inbegriffen.

 

SAMSTAG 18. OKTOBER

9:00
K a f f e e

9:30 — 10:15
KEYNOTE
Dr. Emma Jefferies, The Design Doctors

10:15 — 10:45
Pecha Kucha 1

10:45 — 11:30
Unconference Session 4

11:30
Pa u s e / S n a c k s

12:00 — 12:45
Unconference Session 5

12:45 — 13:30
KEYNOTE
Lysianne Léchot-Hirt, Head – Geneva University of Art and Design

13:30 — 14:00
SCHLUSSDISKUSSION

14:00 — 15:00
Offizieller Abschluss der Tagung
Mittagessen für die DGTF Mitglieder

15:00 — 16:30
D G T F – M i t g l i e d e r v e r s a m m l u n g

 

 

SONNTAG 19. OKTOBER

Kolloquium Design Promoviert
Informationen zum Kolloquium auf www.design-promoviert.de

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Die Pecha Kucha Vortragenden stehen fest

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Wir freuen uns auf acht sehr vielversprechende Pecha Kucha Vorträge. Jeder Vortrag wird maximal fünf Minuten lang sein, uns ist die Beschreibung des Prozesses wichtiger als das Ergebnis. Statt reiner Eigenwerbung geht es um Es die Verbindung zwischen Theorie, Forschung und Praxis.

Alexander Müller-Rakow: CLOSER

Das Forschungsvorhaben untersucht und entwickelt berührungs- und gestengesteuerte Mensch-Maschine-Schnittstellen. Dabei steht die Bedeutung des Erlebens zwischenmenschlicher Beührung und Bedürfnisse nach taktiler Kommunikation pflege- und therapiebedürftiger Menschen im Mittelpunkt. Die Arbeitsinhalte des Projekts sind der Entwurf, die Umsetzung, der Einsatz und Test von Hautinterfaces für die Zielgruppe älterer TechniknutzerInnen in Pflege- und Therapiesituationen.

Charlotte Triebus: Kartografie der Dynamik

Wie notiert man Improvisation? Wie notiert man Tanz? Und reicht die herkömmliche Notation in der Musik aus, um aktuellen Parametern einer Performance gerecht zu werden? Vorgestellt wird Notationssystem weches in zehn Workshops und Experimenten mit Musikern, Tänzern und Schauspielern verfeinert wurde. Das Ergebnis ist eine Exploration von moderner Notation, die das geschlossene Werk hinterfragt und eine zeitgemäße Transdisziplinarität fordert.

Julia Meer: Bildmarke Bauhaus

Die These lautet, dass sich die Bildmarke in einem Wechselspiel von Gestaltproduktion und Rezeption heraus schält und bis heute verändert. Es ist also nicht nur der Gestalter, der darüber bestimmt, welche Bedeutung ein Zeichen hat, sondern auch diejenigen, die das Zeichen verwenden. Die Bedeutung der Zeichen, die das ›Bauhaus‹ symbolisieren, verändert sich im Laufe der Zeit, weil sie in unterschiedlichen Kontexten verwendet werden.

Larissa Mogk: socialSIM

Das Simulationsspiel versucht diese Eigenschaften einer Simulation für die Lehre zu nutzen. Simulationen vereinfachen und veranschaulichen gesellschaftliche Prozesse, indem sie Komplexität reduzieren und einzelne Zusammenhänge herausheben. Die Gesellschaftssimulation socialSIM dient dazu, die Verschränkung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Prozesse spielerisch erfahrbar zu machen. SocialSIM ermöglicht es den TeilnehmerInnen, für die Dauer des Spiels neue soziale Welten zu entwickeln.

Leo Sommer: billfold

Der Vortragende hat einen Service entwickelt, der das komplexe und nicht gerade beliebte Thema der gesetzliche Alter svorsorge bearbeitet. In einer umfangreichen Research-Phase wurden die Bedürfnisse von Menschen zu Themenkomplexen wie Sicherheit, Vertrauen und Altersvorsorge im Speziellen untersucht. billfold ist ein Service um ein digitales Beratungs-Tool, das im direkten Gespräch zwischen Kunde und Berater eingesetzt wird.

Michelle Christensen und Florian Conradi: De-Routing

Two projects will be presented. While the first project ‘De-routing App.’ attempts to create the circumstances for getting lost in urban space, disrupting ones usual sense and mode of navigation, the second project ‘stateless plugin’ leads one off-route in digital space, disrupting ones browsing behaviour.

Romina Maidel und Shayenna Misko: Bodensee Mediennutzungsstudie 2014

Die Studie hat das Ziel, Erkenntnisse über die Mediennutzung der Menschen im Bodenseeraum zu gewinnen. Die Methode »Cultural Probes« wurde eingesetzt, um Erkenntnisse über das Medienverhalten von Personen besonders im privaten Raum zu gewinnen. Zusätzlich zu den »Cultural Probes« wurden passive Beobachtungen im öffentlichen Raum eingesetzt. Neben generellen Erkenntnissen, wurden aus den Ergebnissen Mediennutzungstypen entwickelt. Diese fassen knapp, leicht und nachvollziehbar die Erkenntnisse aus den verschiedenen Informationsquellen zusammen.

Julia Hengartner: we.search

Vorgestellt wird eine Online-Plattform, die interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Designforschung unterstützt. Die Plattform wird ein öffentliches Portal für Publikationen, Recherche und Dialog und auf die Anforderungen von wissenschaftlichem Arbeiten in der Designforschung eingehen und eine Vernetzung zwischen Wissenschaftlern und deren Disziplinen ermöglichen.

pechakucha

 

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Zeigen was man hat: Pecha-Kucha-Vorträge

Ihr seid dran: Wir wollen Eure Designforschungsprojekte sehen. Egal ob Masterstudent oder habilitierte Professorin – bei uns könnt Ihr Eure Forschungsprojekte zeigen, und zwar im Pecha-Kucha-Format: 20 Bilder, 20 Sekunden pro Bild. Keine Pause. Keine Gnade.

Was wir von Euch brauchen: Eine kurze Zusammenfassung Eures Projekts und eines der 20 Bilder.

Die Deadline ist abgelaufen. In Kürze werden die ausgwählten Vorträge bekannt gegeben.

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