Design Commoning in der Designforschung

Designcommons

In einer kollaborativen Patchwork-Session möchten wir die «Design Commoning» Diskussion aus hiesiger Designperspektive anregen: Was könnte Design Commoning bedeuten? Was sind Aktivitäten oder Prinzipien im Design, deren allgemeine Zugänglichkeit nicht nur erwünscht sondern auch geregelt ist?

Commons bezeichnet ursprünglich Ressourcen, die allgemein zugänglich sind und deshalb von allen genutzt werden können – wie Land, Wasser und Luft. Eine mögliche Übersetzung des Begriffs ins Deutsche wäre «Allmende», also ein Stück Land im allgemeinen Besitz, das von allen betreten und benutzt werden darf. Dagegen verweist der Begriff «Commoning» auf eine gemeinsame Tätigkeit, die jenseits von Autorenschaft und Verwertungsrechten wiederum der Allgemeinheit zugute kommt.

Für die Designforschung stellen sich in Bezug auf die aktuelle «Commons»-Debatte neue Herausforderungen: Welches Designwissen ist gesellschaftlich relevant? Wie kann dieses zugänglich gemacht werden, auch außerhalb (exklusiver) Designhochschulen oder Designberatungen? Wie kann Designwissen außerhalb neokapitalistischer Vermarktungsstrategien geteilt werden? Welche Rolle spielen dabei Designer als Vermittler solchen Wissens? Wenn die Designer sich nicht mehr allein ökonomisch auf ihr Verständnis als «Kreative» sondern auf ihre vermittelnde Fähigkeiten stützten, welche Potentiale werden dann frei? Wie kann ein (Co-)Designing von und für Commons aussehen?

In der Session werden unterschiedlichen Fragestellungen, Inputs, Narrative und Artefakte in einem Patchwork gemeinsam visualisiert und diskutiert. Für die Session sollten möglichst von allen Interessierten (visuelle) Projektbeispiele, Textfragmente oder Artefakte mitgebracht werden.

Die Session wir geleitet von Judith Dobler (DFG Graduiertenkolleg “Sichtbarkeit und Sichtbarmachung” Universität Potsdam), Bettina Minder (Hochschule Luzern) und Laura Popplow (Kunstuniversität Linz, Hochschule Mainz)

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